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Zur Geschichte von AFRIQUE FUTURE

AFRIQUE FUTURE wurde am 15.2.1988 gegründet, als Pfr. Emmanuel Mbock-Mbock, damals Studierender der Uni Strasbourg, sich mit Freunden traf, die bereit waren, ihn bei Projekten für seine Landsleute in Kamerun zu unterstützen, als diese ihn um Hilfe baten. Pfr. Emmanuel, wie ihn alle nennen, stammt aus Ngodi-Si, einem kleinen Dorf mitten im tropischen Regenwald gelegen. Er kennt die überaus schwierigen Lebensbedingungen in seiner Heimat. Er selbst hat alle Hindernisse überwinden müssen, die sich einem Jungen in den Weg stellen, wenn er studieren möchte, aber seine Mutter als Witwe über keinerlei finanzielle Mittel verfügt. Ein österreichischer Pfarrer übernahm die Kosten für seine Ausbildung ab der 6. Klasse. Als dieser Pfarrer bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam und Emmanuel gerade in die 11. Klasse versetzt werden sollte, musste wieder jemand gefunden werden, der ihm das Geld für seine Ausbildung geben wollte. Eine österreichische Familie und deren Freunde übernahmen die Kosten bis zur Reifeprüfung. Danach unterrichtete Emmanuel in Douala, bevor er sein Studium in Strasbourg aufnahm. Dort arbeitete er als Geschirrspüler in Restaurants, bevor er Freunde fand, die ihn unterstützten und er auch Sozialhilfe bekam. Dieser Werdegang erklärt auch die besondere Aufmerksamkeit, die er der Ausbildung Jugendlicher schenkt. So kam es auch, dass er während eines Aufenthaltes in Kamerun 1987 den Bewohnern seines Dorfes Ngodi–Si den Bau einer Grundschule vorschlug. Die Menschen waren mit der Bitte um Hilfe in ihrer miserablen Lebenssituation auf ihn zugekommen, aber sie hatten ganz andere Prioritäten, wie Emmanuel erkennen musste.

"Bist du denn ein Weißer geworden?" fragten sie beunruhigt. "Du willst mit uns eine Schule bauen, während unser Nachbardorf in der Regenzeit völlig von der Außenwelt abgeschlossen ist, unsere Frauen im Wochenbett sterben und unsere Kinder wegen irgendwelcher Infektionen."

Die Piste, die einen Nationalstraße ist, hat 50cm tiefe Löcher und nur selten fährt ein Buschtaxi die 19km bis zur Teerstraße, die das Handelszentrum Douala mit der Hauptstadt Yaounde verbindet. Aber man muss erst einmal eine Piste erreichen: Viele Dörfer kennen nur Fußpfade. Außerdem durchqueren große und kleine Flüsse den Regenwald. In der Regenzeit treten sie über die Ufer und schneiden die Dörfer über Wochen von der Außenwelt ab. Wie soll man unter diesen Bedingungen von einem Ort zum anderen gelangen, wie soll man Handel treiben ?

Das nächste Krankenhaus ist 40km entfernt. Frauen in Wehen oder Verunglückte, die bei der Feldarbeit von umstürzenden toten Bäumen getroffen werden, sterben während des Transportes auf dem Rücken ihres Trägers oder in einer Tragematte.

Die Kinder müssen am Tag 18 km zurücklegen, wollen sie eine Schule besuchen (hin und her je 9km). Eine Ecole maternelle gibt es nicht. Die Eltern sind oft nicht von der Notwendigkeit des Schulbesuches überzeugt und haben nicht die Mittel das Schulgeld bis zum Ende der Ausbildung zu bezahlen.. Jungen und Mädchen werden in der Erziehung fast immer gleich behandelt. Wenn jedoch eine Auswahl getroffen werden muss, wird fast immer der Junge bevorzugt.
Kein Strom, kein Fernsehen, keine Zerstreuung, mit denen die Städter so gerne angeben oder die man beim Fernsehen vielleicht in einem besser gelegenen Dorf entdeckt hat. Die Landflucht in die Glück verheißenden Riesenstädte ist voll im Gange. Kriminalität und Prostitution erwarten dort fast unausweichlich die gutgläubigen jungen Menschen vom Land.

Bernadette Escher ist dabei, wenn Emmanuel „seine“ Leute trifft. Das Elend berührt sie zutiefst. Für diese Menschen muss man was tun! So verspricht sie den Menschen, sich für sie zu engagieren, sobald sie wieder in Frankreich sein wird.
Pfr. Emmanuel kehrt 1988 wieder nach Frankreich zurück mit dem festen Vorsatz einen Verein zu gründen, es sei denn er findet Unterstützung bei schon vorhandenen Institutionen. Bernadette Escher sensibilisiert Freunde und Bekannte. AFRIQUE FUTURE wird geboren.

Anmerkung der deutschen Sektion von AFRIQUE FUTURE:

Von Anfang an gab es aus den Pfarreien auf der deutschen Rheinseite gegenüber von Strasbourg, wo Pfr. Emmanuel bei Gottesdiensten aushalf, Menschen, die sein Anliegen, unterstützten, darunter die katholische Kirchengemeinde Kehl-Kork. Als die Vereinsgründung in Mulhouse anstand, beschloss man hier, sich im Vorstand zu engagieren und so eine Zusammenarbeit von Deutschen und Franzosen für ein Projekt in Kamerun zu verwirklichen. Vom Bau der ersten Brücke zwischen Ngodi-Si und Ngodi-Lom bis heute arbeiten Menschen beiderseits des Rheins in diesem Projekt zusammen. Aus organisatorischen Gründen ist für 2009 die Gründung eines eigenen Vereins AFRIQUE FUTURE Deutschland vorgesehen. Die enge Zusammenarbeit von AFRIQUE FUTURE France und AFRIQUE FUTURE Deutschland ist nicht mehr wegzudenken und bildet seit 20 Jahren die Grundlage für die Finanzierung der Baumaßnahmen und des Unterhaltes von Schulen und Krankenhäusern. So entstanden Freundschaften, die auf den beiden Reisen nach Kamerun vertieft wurden und für alle bereichernd sind. So hat Pfr. Emmanuel, der es versteht, Menschen zusammenzuführen, ein Netzwerk geschaffen, das bis nach Kanada reicht.

 

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